DVGW- TZW

DVGW-Technologiezentrum Wasser (TZW) Karlsruhe

Das Technologiezentrum Wasser (TZW) in Karlsruhe widmet sich als Einrichtung des DVGW (Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e.V.) den technisch-wissenschaftlichen Fragestellungen rund um das Wasser.

Im Rahmen des SchussenAktiv-Projektes ist die Abteilung Analytik des TZW für die chemische Analytik verantwortlich. So soll die chemische Beschaffenheit des eingeleiteten Abwassers ebenso charakterisiert werden wie die Qualität der Schussen. Durch Untersuchungen vor und nach dem Ausbau der Kläranlage Langwiese lassen sich die Auswirkungen der verbesserten Reinigungsleistung auf die Wasserqualität sicher dokumentieren. Der Umfang der Untersuchungen orientiert sich dabei an Erkenntnissen über die Belastung der Schussen mit Mikroverunreinigungen, die aus vorangegangenen Projekten vorliegen. So sollen u.a. Pflanzenschutzmittel (PSM) und PSM-Metabolite, Arzneimittelrückstände, hormonell wirksame Stoffe, Flammschutzmittel, synthetische Komplexbildner und künstliche Süßstoffe, aber auch Schwermetalle in regelmäßigen Abständen analysiert werden. Insgesamt umfasst das Untersuchungsprogramm mehr als 65 Einzelstoffe. Für die analytischen Untersuchungen kommen modernste Analysentechniken wie ICP-MS, HPLC-MS/MS (Bild 1) und GC-MS (Bild 2) zum Einsatz.

Bild 1 (TZW): HPLC-MS/MS (TSQ Quantum Ultra, Thermo Scientific)

Bild 1 (TZW): HPLC-MS/MS (TSQ Quantum Ultra, Thermo Scientific)

Bild 2 (TZW): GC-MS (6890 GC System mit 5973N MSD, Agilent)

Bild 2 (TZW): GC-MS (6890 GC System mit 5973N MSD, Agilent)

Aufgrund der unterschiedlichen physikalisch-chemischen Eigenschaften der zu untersuchenden Verbindungen beschränken sich die chemischen Analysen nicht nur auf die Wasserphase, sondern es werden auch Untersuchungen an Sedimenten vorgenommen.  So sollen z.B. die sehr polaren Komplexbildner in der Wasserphase und die sehr hydrophoben polybromierten Diphenylether in Sedimenten analysiert werden.

Über die Untersuchungen im Gewässer hinaus sollen auch Gewebeproben oder Vollhomogenaten exponierter Tiere (Fische, Gammariden) parallel zu den Effektuntersuchungen auf das Vorkommen von organischen Mikroverunreinigungen untersucht werden. Durch diese analytischen Untersuchungen  soll es möglich sein, die Präsenz der Spurenstoffe in der Schussen mit deren Effekten zu korrelieren.

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